Bauausgaben der Gebietskörperschaften in den ersten neun Monaten 2011
Die Gebietskörperschaften haben laut Kassenstatistik des Statistischen Bundesamtes in den ersten neun Monaten des vergangenen Jahres 2011 rund 21,6 Mrd. Euro für Baumaßnahmen ausgegeben, das waren 1,6 % mehr als im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Diese Entwicklung ist auf die gestiegenen Steuereinnahmen und auf den vermehrten Abfluss der Mittel aus dem Konjunkturpaket II zurück zu führen. Aber auch die milden Temperaturen Anfang des Jahres spielten eine Rolle.
Allerdings hat sich die Entwicklung im Laufe des Jahres abgekühlt. Während die Bauausgaben im ersten Quartal noch um 8 % zulegten, wies das Statistische Bundesamt für das zweite Quartal nur noch ein Plus von 3,6 % aus. Im dritten Quartal haben die Gebietskörperschaften sogar 3,1 % weniger für Baumaßnahmen ausgegeben als im vergleichbaren Vorjahresquartal (siehe Anlagen).
Der Rückgang im dritten Quartal ist ausschließlich auf die Zurückhaltung bei den Gemeinden zurückzuführen, deren Bauausgaben um 9,2 % eingebrochen sind. Diese Entwicklung konnte auch das starke erste Quartal nicht ausgleichen - für den gesamten Zeitraum von Januar bis September 2011 lagen die Ausgaben für Baumaßnahmen mit 12,7 Mrd. Euro um 2,4 % unter dem Niveau des vergleichbaren Vorjahreszeitraums. Demgegenüber haben die Länder ihre Bauausgaben erhöht: Diese lagen mit 4,4 Mrd. Euro um 9,8 % über dem Wert der ersten neun Monate 2010. Aber auch der Bund hat seine Ausgaben für Baumaßnahmen erhöht - und zwar um 6,0 % auf 4,4 Mrd. Euro.
Anlage 1 Anlage 2