Ifo-Investitionstest: Verarbeitendes Gewerbe will Investitionen 2011 steigern

Das ifo-Institut für Wirtschaftsforschung München hat im Frühjahr seine traditionale Investitionsumfrage durchgeführt, an der sich rund 1.900 Industrieunternehmen beteiligten.

Nach Ergebnissen der aktuellen Erhebung haben die Industrieunternehmen in Westdeutschland 2010 gut 38 Mrd. Euro in neue Sachanlagen investiert. Damit erhöhten sich die Investitionen gegenüber dem Vorjahr um gut 1%. Dies entspricht real einem Plus von 2%, da die Preise für Ausrüstungsgüter, auf die der Großzahl der Investitionen des verarbeitenden Gewerbes entfällt, im vergangenen Jahr erneut leicht gesunken sind. Nach Angaben des ifo-Instituts für Wirtschaftsforschung München ist nach dem Investitionseinbruch der Jahre 2009 sowie 2010 nun wieder mit einem deutlichen Anstieg der Sachanlageinvestitionen im verarbeitenden Gewerbe Westdeutschlands zu rechnen.

Diese Erwartung wird durch die Umfrageergebnisse bestätigt. 81% der befragten Unternehmen wollen ihre Investitionen 2011 ausweiten, 2% auf dem gleichen Niveau beibehalten und nur 18% weniger investieren. Daraus resultiert ein Saldo von + 63 welcher somit deutlich über den sehr guten Jahren 2006 (+ 48) und 2008 (+ 44) liegt. Das bedeutet, dass die Unternehmen (nominal und real) rund 14 % mehr für Neubauten und Ausrüstungsgüter ausgeben wollen als im Vorjahr.

Folgende Investitionsziele wurden von den Unternehmen benannt: 24 % nannten die Ersatzbeschaffung als Hauptzielsetzung ihrer Investitionen (2010: 29 %), weitere 11 % sahen vor allem die Realisierung im Vordergrund (2010: 16 %). Entsprechend legte der Anteil der Firmen, die vorrangig in die Kapazitätserweiterung investieren wollen, von 55 % im Vorjahr auf 65 % für das laufende Jahr zu.

Bauindustrieverband Niedersachsen-Bremen e.V.

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