Presseinformation vom 23.11.2017

Herbstumfrage zur Baukonjunktur - Geschäftslage und Geschäftsaussichten durchweg positiv

Sowohl die Geschäftslage als auch die Geschäftsaussichten werden von den Unternehmen der Bauindustrie in Niedersachsen und Bremen zur Zeit durchweg positiv eingeschätzt. Dies ist das Fazit, dass der Bauindustrieverband Niedersachsen-Bremen aus der Herbstumfrage bei den Mitgliedsunternehmen zieht.

So schätzen jetzt 33 Prozent der befragten Unternehmen gegenüber knapp 30 Prozent in der Herbstumfrage 2016 die derzeitige Geschäftslage als gut und weitere 56 Prozent als zufriedenstellend ein.

Bei einer spartenmäßigen Betrachtung erreicht weiterhin der Wohnungsbau das beste Ergebnis. In diesem Bereich beurteilen 60,7 Prozent die derzeitige Geschäftslage als gut und weitere 32,1 Prozent als zufriedenstellend. Deutliche Verbesserungen gab es auch im Bereich des Leitungsbaus sowie des Ausbaugewerbes, wo nunmehr 45,2 Prozent bzw. 57,1 Prozent die derzeitige Geschäftslage als gut und weitere 48,4 bzw. 42,9 Prozent als zufriedenstellend bezeichneten. Auch im Bereich des Straßenbaus beurteilen nunmehr über 90 Prozent der befragten Unternehmen die Situation entsprechend.

Bei der Einschätzung der Geschäftsentwicklung in den nächsten sechs Monaten zeigte die Umfrage keine signifikanten Veränderungen gegenüber dem Vorjahr. Mit fast 73 Prozent geht weiterhin die große Mehrheit der befragten Unternehmen davon aus, dass die Geschäftslage in den nächsten sechs Monaten weitgehend unverändert bleibt.

Bei der Frage nach den aktuell größten Problemen der Bauwirtschaft hat das Problem des Facharbeitermangels, dass im Vorjahr erstmals den Spitzenplatz erobert hatte, diese traurige Position noch ausgebaut. Nunmehr bezeichnen 78 Prozent der befragten Unternehmen dieses Problem als das für die Bauwirtschaft derzeit schwerwiegendste. Ein deutlicher Anstieg war bei dem Problem der Preisschwankungen bei Baumaterialien zu verzeichnen. Hier stieg der Anteil von 9,9 Prozent auf jetzt 23 Prozent im Vergleich zum Jahr 2016.

Bei der Frage nach der Beschäftigtensituation stieg der Anteil derjenigen, die im Bereich der gewerblichen Arbeitnehmer von einer Zunahme der Beschäftigten ausgehen gegenüber der Herbstumfrage 2016 von 24,1 Prozent auf 31,6 Prozent. Von einer Abnahme gingen nur noch vier Prozent gegenüber 5,7 Prozent im Vorjahr aus.

Im Bereich der Angestellten beabsichtigen nun 30,3 Prozent der befragten Unternehmen einen Beschäftigungsabbau und 77,7 Prozent einen unveränderten Personalbestand.

Besonders erfreulich ist der Anstieg der in diesem Jahr im Bauhauptgewerbe in Niedersachsen und Bremen beginnenden Ausbildungsverhältnisse um über acht Prozent gegenüber dem Jahr 2016.

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