Pressemitteilung im Detail

Unternehmerverbände Niedersachsen + Bauindustrie zum 2. Entwurf des Landes-Raumordnungs-programms (LROP): Ohne Gips geht es nicht!

  • Zweiter Entwurf des LROP verzichtet auf wichtige Erweiterungsgebiete für den Gipsabbau im Raum Göttingen.
  • Mit dem Kohleausstieg 2030 werden 60 Prozent des bundesweit benötigten Gipses fehlen.
  • Der Wirtschaftsstandort braucht eine realistische Perspektive für bezahlbare, verlässliche und klimafreundliche Rohstoffe.

Die Niedersächsische Landesregierung hat nun den zweiten Entwurf des Landes-Raumordnungsprogramms (LROP) für die Behörden- und Öffentlichkeitsbeteiligung freigegeben. Darin sollen nun die Erweiterungsgebiete im Raum Göttingen gestrichen werden.

UVN-Hauptgeschäftsführer Dr. Volker Müller betont, dass „der nun angekündigte Wegfall der Erweiterungsgebiete im Raum Göttingen ein heftiger Schlag für die Rohstoff- und Bauindustrie ist. Die politisch Beteiligten sowie das zuständige Ministerium für Umwelt und Bauen sprechen regelmäßig öffentlich davon, dass neuer bezahlbarer Wohnraum geschaffen werden muss und man dazu bezahlbare, verlässliche und klimafreundliche Rohstoffe benötige. Wer dies mit dem Wissen, dass durch den Kohleausstieg 2030 bundesweit 60 Prozent des benötigten Gipses wegfallen, behauptet, gleichzeitig verhindert, dass neuer Gips zur Verfügung gestellt wird, und keine realistische Alternative aufzeigt, handelt unverantwortlich und scheinheilig!
Durch das Landes-Raumordnungsprogramm könnten heute schon die Weichen gestellt werden, um auch nach dem Wegfall des REA Gipses 2030 Bauvorhaben mit dem benötigten Rohstoff Gips zu versorgen – bezahlbar, verlässlich, klimafreundlich und mit Perspektiven für den Wirtschaftsstandort und die Beschäftigten. Das aktuelle Vorgehen macht deutlich, dass kurzsichtig gehandelt wird und diese Chance nicht genutzt werden soll.“

Jörn P. Makko, Hauptgeschäftsführer des Bauindustrieverbandes Niedersachsen-Bremen e.V., unterstreicht die Dringlichkeit: „Wenn die Bauindustrie preiswerten Wohnraum schaffen soll, sind wir auf eine sichere und kostengünstige Rohstoffversorgung angewiesen. Gips ist ein wichtiger Baustoff für uns, ohne Gips geht es nicht.“


Verantwortlich: Hauptgeschäftsführer Jörn P. Makko